Geschichten über Kalbe Milde
 

 


 

 


Die weißen Hände(Sage)
 

Vor dreihundert Jahren etwa wollte der Küster in der Nicolai Kirche in Kalbe an der Milde am Heiligen Abend läuten, aber er traute sich nicht. Sooft er es auch versuchte, immer sah er am Glockenstrang zwei weiße Hände. Schließlich nach dem einige Zeit vergangen war, wagte er es doch, aber die Glocke blieb stumm. Er wusste nicht recht, was er nun machen sollte, in seiner Not lief er zum Pfarrer und erzählte diesem von dem Vorfall. Der Pfarrer wollte von solchem Spuk nichts wissen. Er vermutete, der Küster hätte einen über den Durst getrunken. Daher entschied er, es solle erst wieder geläutet werden, wenn die weißen Hände nicht mehr zu sehen sind. Das geschah dann erst wieder nach dem Dreikönigstag. Ob dies stimmt oder ob es andere Gründe für das fehlende Läuten gegeben hat, ist leider nicht überliefert worden.


Volksmund

 
 
 
 
 
   
  
 

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