Geschichten über Kalbe Milde
 

 


 

 


Der Kessel voll Geld zu Kalbe an der Milde
 

Zu Kalbe an der Milde lebte ehemals ein armer Kupferschmied. Seine Frau sagte eines Tages dem Lehrjungen, er solle die alte Küche aufräumen. Er führte sofort den Auftrag aus und ging dorthin. In der Küche standen viele alte Kessel. Der eine war zu seinem großen Erstaunen bis an den Rand mit Goldstücken gefüllt. Gierig griff er sofort eine Handvoll davon heraus und brachte sie seiner Frau Meisterin. Diese war darüber hoch erfreut, und um noch mehr von den Goldstücken zu haben, lief sie spornstreichs in die alte Küche. Kaum war sie dort angelangt, da sank der alte Kessel mit den Goldstücken krachend in die Tiefe. Hätte der Lehrjunge zu Anfang sofort seine Schürze in den Kessel geworfen, so wäre dieser nicht versunken, und die Geister hätten ihm nichts anhaben können. Der Kupferschmied blieb nun zeitlebens arm. Trotz seines Fleißes kam er nicht vorwärts. Hatte er wirklich einmal Geld gespart, so verschwand es immer wieder, und er bekam nichts davon zu sehen.


Volksmund

 
 
 
 
 
   
  
 

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