Geschichten über Kalbe Milde
 

 
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Wie die Straßen um Kalbe (Milde) zum Kopfsteinpflaster kamen
 

In der Altmark und besonders in der Nähe der Stadt Kalbe (Milde) befanden sich früher sehr viele Wege und Straßen die mit kleinen Feldsteinen gepflastert waren.
Der Volksmund erzählt darüber folgende Geschichte: Die Straße zwischen Kalbe (Milde) und Neuendorf am Damm war früher ein Knüppeldamm, der auf Grund der feuchten Umgebung immer wieder repariert werden musste. Hiervon Zeugen noch alte Urkunden, so existiert im Landeshauptarchiv Sachsen Anhalt noch ein alter Vertrag von 1682, der die Instandsetzung der Straße und der Brücken zwischen Kalbe (Milde) und Neuendorf a.D. regelt, unterzeichnet von denen von Alvensleben und vom Dorfschultzen von Neuendorf, wahrscheinlich von Jürgen Krüger, einem unserer Vorfahren.

Einmal im Frühling fuhr der Herr von Alvensleben mit einem Vierspänner diesen Weg, er wollte nach Bismark, dass ja auch wie Kalbe Mediatsstadt derer von Alvensleben war. Da rauschte eine Reisekutsche heran, die von Vor- und Nachreitern begleitet wurde. Die kleinere Kutsche kam vom Weg ab, und blieb im Morast stecken. Erschrocken sprangen der Herr von Alvensleben, seine Bediensteten und die Reiter aus der Kutsche und von den Pferden. Sie hatten erkannt, dass der Reisende ihr König war. Mit Mühe und Not und unter Aufbietung aller Kräfte schaften sie es, den Wagen des Königs aus dem Dreck zu ziehen und wieder flott zu machen. Als der König dann weiterfuhr, rief er dem von Alvensleben zu, dass er künftig dafür zu sorgen habe, dass alle Straßen und Wege gepflastert werden.


Volksmund

 
 
 
 
 
   
  
 

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